
Über uns
Vorstand
Ari Waisman
1. Vorsitzender
Institution
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Kurzbiografie
Ari Waisman promovierte 1994 am Weizmann Institute of Science unter der Betreuung von Prof. Edna Mozes. Anschließend absolvierte er einen Postdoc bei Prof. Lawrence Steinman und zog 1996 nach Köln, um eine Postdoktorandenstelle bei Prof. Dr. Klaus Rajewsky anzutreten. Im Jahr 2001 wurde er unabhängiger Gruppenleiter am Institut für Genetik in Köln. Im April 2005 zog Ari Waisman nach Mainz, wo er zum Professor für Pathophysiologie ernannt wurde. Seit 2011 leitet er das Institut für Molekulare Medizin an der Universitätsmedizin Mainz. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Erforschung der Mechanismen, die zur Entwicklung von Autoimmunerkrankungen führen, mit besonderem Fokus auf Multiple Sklerose.
Manuel Friese
2. Vorsitzender
Institution
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, Deutschland
Kurzbiografie
Manuel Friese studierte Medizin an den Universitäten Hamburg, Oxford und am University College London und erlangte seinen medizinischen Doktorgrad (MD) im Jahr 2001. Seine Facharztausbildung in Neurologie absolvierte er an den Universitäten Tübingen und Hamburg. Nach Abschluss einer Postdoktorandenzeit an der University of Oxford, Großbritannien, von 2004 bis 2008, startete er als Emmy-Noether-Nachwuchsgruppenleiter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sein eigenes Labor am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Seit 2013 ist er Oberarzt und Professor für Neuroimmunologie am UKE, seit 2014 Direktor des Instituts für Neuroimmunologie und Multiple Sklerose (INIMS) und seit 2025 Direktor des Zentrums für Molekulare Neurobiologie Hamburg (ZMNH). Sein Forschungsschwerpunkt liegt bei den entzündlichen und neurodegenerativen Aspekten neuroimmunologischer und neuroinfektiöser Erkrankungen.
Christine Stadelmann-Nessler
3. Vorsitzende
Institution
Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen, Deutschland
Kurzbiografie
Christine Stadelmann studierte Humanmedizin an der Universität Wien, Österreich, und erhielt 1995 ihren Doktortitel. Sie absolvierte ihre Postdoktorandenausbildung im Labor von Hans Lassmann in Wien. Anschließend erhielt sie ihre Ausbildung zur Neuropathologin an der Humboldt-Universität in Berlin und in Göttingen. Seit 2005 ist sie als Oberärztin für Neuropathologie und Leiterin einer wissenschaftlichen Arbeitsgruppe an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) tätig. Seit 2019 ist sie Direktorin des Instituts für Neuropathologie an der UMG. Der Schwerpunkt ihrer Forschungsgruppe liegt auf den Pathomechanismen entzündlicher und demyelinisierender ZNS-Erkrankungen, mit besonderem Fokus auf Mechanismen der Myelinregeneration und neuroaxonale Schädigung.
Lisa Ann Gerdes
Schriftführerin
Institution
• Institut für Klinische Neuroimmunologie, LMU Klinikum, Ludwig-Maximilians-Universität München, München, Deutschland.
• BioMedical Center (BMC), Medizinische Fakultät, Ludwig-Maximilians-Universität München, Martinsried, Deutschland.
• Munich Cluster for Systems Neurology (SyNergy), München, Deutschland.
Kurzbiografie
Lisa Ann Gerdes schloss ihr Medizinstudium 2003 an den Universitäten Heidelberg und Hamburg ab. Mit dem Ziel, einen klinischen Schwerpunkt in der Neurologie mit experimenteller Neuroimmunologie zu verbinden, startete sie 2004 am Institut für Klinische Neuroimmunologie in München. Sie absolvierte ihre Facharztausbildung für Neurologie am LMU Klinikum München und verfolgte eine Laufbahn als Clinical Scientist, gefördert durch das myLab-Programm der Hertie-Stiftung sowie dem Exzellenzcluster Munich Cluster for Systems Neurology (SyNergy). Seit 2021 ist sie als Oberärztin am Institut für Klinische Neuroimmunologie und als Nachwuchsgruppenleiterin am BioMedicalCenter in München tätig. Als Leiterin der weltweit einzigartigen MS-Zwillingsstudie, die aktuell über 100 eineiige Zwillingspaare mit Diskordanz für Multiple Sklerose zählt, konzentriert sich ihre Forschung auf Risiko- und Triggerfaktoren der Multiplen Sklerose sowie auf Immunmechanismen in frühesten Krankheitsstadien.
Thomas Korn
Schatzmeister
Institution
Technische Universität München, Klinikum rechts der Isar
Kurzbiografie
Thomas Korn studierte Medizin in Würzburg und London. Im Jahr 2000 wurde er zum Doktor der Medizin (MD) promoviert. Seine Facharztausbildung absolvierte er in Würzburg und Homburg/Saar. Nach einem Postdoktorat an der Harvard Medical School in Boston von 2005 bis 2008 erhielt er 2009 eine Heisenberg-Professur (DFG) an der Neurologischen Klinik der Technischen Universität München. Seit 2008 ist er dort Oberarzt und seit 2013 Professor für Neurologie. 2019 wurde Thomas Korn zum Direktor des neu gegründeten Instituts für Experimentelle Neuroimmunologie an der Technischen Universität München berufen. Seine wissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich mit der Spezifität und Differenzierung von T Zellen im Kontext von Autoimmunerkrankungen des zentralen Nervensystems (u.a. Multiple Sklerose und Neuromyelitis optica).
Beirat
Britta Engelhardt
Institution
• Professorin für Immunbiologie, Theodor-Kocher-Institut, Universität Bern, Schweiz
• Direktorin, Theodor-Kocher-Institut, Universität Bern, Schweiz
• Präsidentin, International Brain Barriers Society
Kurzbiografie
Seit 2003 ist Britta Engelhardt Professorin für Immunbiologie und Direktorin des Theodor-Kocher-Instituts an der Universität Bern, Schweiz. Sie studierte Humanbiologie an der Philipps-Universität Marburg und promovierte im Januar 1991 (Dr. rer. physiol.) unter der Betreuung von Prof. Hartmut Wekerle in der Max-Planck-Forschungsgruppe für Multiple Sklerose in Würzburg sowie am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München.
Nach einem Postdoktorandenaufenthalt bei Eugene C. Butcher an der Stanford University in Kalifornien gründete sie 1993 ihre eigene Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für physiologische und klinische Forschung in Bad Nauheim in der Abteilung von Werner Risau. 1998 erhielt sie die Venia Legendi für Immunologie und Zellbiologie von der Medizinischen Fakultät der Philipps-Universität Marburg. Von 1999 bis 2003 leitete sie dort sowie am Max-Planck-Institut für vaskuläre Zellbiologie in Münster in der Abteilung von Dietmar Vestweber eine unabhängige Forschungsgruppe.
Britta Engelhardt ist eine international anerkannte führende Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Hirnbarrierenforschung. Ihre Arbeiten konzentrieren sich auf die Rolle der Hirnbarrieren bei der Aufrechterhaltung des immunologischen Privilegs des zentralen Nervensystems. Durch wegweisende In-vitro- und In-vivo-Live-Cell-Imaging-Ansätze hat ihr Labor grundlegende Beiträge zum Verständnis der anatomischen Wege und molekularen Mechanismen geleistet, über die Immunzellen im Rahmen der Immunüberwachung und der Neuroinflammation Zugang zum ZNS erhalten.
Sie ist Autorin von mehr als 300 vielfach zitierten Publikationen und eine gefragte eingeladene Rednerin sowie Keynote-Speakerin auf internationalen Fachkongressen. Darüber hinaus engagiert sie sich intensiv in der wissenschaftlichen Gemeinschaft und koordinierte zahlreiche nationale und internationale Forschungsnetzwerke im Bereich Neuroinflammation und Hirnbarrieren, darunter Sinergia UnmetMS, ProDoc Cell Migration, JUSTBRAIN und BtRAIN.
Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen zählen unter anderem der Herman-Rein-Preis (gemeinsam mit Peter Vajkoczy) für die Pionierarbeit zur In-vivo-Bildgebung der T-Zell-Migration über Mikrogefäße des Rückenmarks. Zudem war sie 2016 Vize-Vorsitzende und 2018 Vorsitzende der Gordon Research Conference „Barriers of the CNS“ und erhielt 2023 den Malpighi-Preis der European Society for Microcirculation. Im Jahr 2024 wurde sie mit dem Keynote Lecture Award des Journal of Comparative Pathology Education Trust (ESVP/ECVP) ausgezeichnet, hielt die Camillo-Golgi-Lecture der European Academy of Neurology und wurde in AcademiaNet aufgenommen. 2025 erhielt sie den Forschungspreis der Schweizerischen MS-Gesellschaft sowie einen renommierten ERC Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats.
Derzeit ist Britta Engelhardt Präsidentin der International Brain Barriers Society.
Tanja Kuhlmann
Institution
Institut für Neuropathologie, Universitätsklinikum Münster, Münster, Deutschland
Kurzbiografie
Tanja Kuhlmann hat Humanmedizin an der Universität Göttingen studiert. Ihre Facharztausbildung zur Neuropathologin hat sie an am Universitätsklinikum Göttingen sowie an der Charité, Berlin absolviert. Sie ist Universitätsprofessorin am Institut für Neuropathologie des Universitätsklinikums Münster sowie seit 2020 adjunct professor, Department of Neurology and Neurosurgery der McGill University.
Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der Untersuchung der Mechanismen, die zur Krankheitsprogression bei Multipler Sklerose (MS) beitragen. Hierzu untersucht sie humane Gewebeproben mittels klassischer histologischer sowie moderner molekularbiologischer Methoden. Darüber hinaus nutzt sie iPSC-basierte und verwandte Technologien, um die funktionellen Auswirkungen von Entzündung und ausgewählten Signalwegen auf Neurone und gliale Zelltypen zu analysieren.
Hans Lassmann
Institution
Zentrum für Hirnforschung, Medizinische Universität Wien, Österreich
Kurzbiografie
Hans Lassmann, geboren 1949 in Wien, studierte Medizin in Wien und spezialisierte sich im Anschluss an eine Ausbildung in New York in den Fachgebieten Neuropathologie und Neuroimmunologie am Neurologischen Institut der Universität Wien. In den folgenden Jahren leitete er die Forschungsstelle für Experimentelle Neuropathologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und wurde 1999 als o. Univ. Professor für Neuroimmunologie mit der Leitung des neu gegründeten Zentrums für Hirnforschung der Medizinischen Universität betraut. Er war Mitglied des Fakultätskollegiums der Medizinischen Fakultät der Universität und nach ihrer Gründung Mitglied des akademischen Senats der Medizinischen Universität in Wien. In seinen wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigte sich Hans Lassmann mit der Pathologie und Pathogenese der entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems. Hans Lassmann’s wissenschaftliche Arbeit wurde durch zahlreiche nationale und internationale Preise und Ehrungen ausgezeichnet wie zum Beispiel der Charcot Award for Life-Time Achievements in Multiple Sclerosis Research, der Forschungsgpreis der SOBEK Stiftung und der Internationale Preis für Translationale Neurowissenschaften der Gertrud Reemtsma Stiftung. Er ist Ehrenmitglied der Japanischen und der Französischen Neurologischen Gesellschaften, Mitglied der Österreichischen und der Deutschen (Leopoldina) Akademien der Wissenschaften und Mitglied der European Academy of Engeneering.
Friedemann Paul
Institution
Charité – Universitätsmedizin Berlin und Max Delbrueck Centrum für Molekulare Medizin, Berlin
Kurzbiografie
Friedemann Paul studierte Humanmedizin an der Freien Universität und Humboldt Universität in Berlin, mit Approbation und Promotion 1999. Er absolvierte seine klinische Ausbildung in Neurologie, Neurophysiologie, Epileptologie und Psychiatrie an verschiedenen Krankenhäusern in Berlin mit Auslandsaufenthalten in Israel, Frankreich und Zimbabwe und Facharztanerkennung für Neurologie 2003. Seit 2004 ist er Oberarzt an der Charité und seit 2011 Professor für Klinische Neuroimmunologie und Leiter der Hochschulambulanz für Neuroimmunologie am ECRC. Von 2020 bis 2024 war er Prodekan für Forschung mit klinischem Schwerpunkt und von 2018 bis 2025 Wissenschaftlicher Direktor des ECRC. Wissenschaftliche Schwerpunkte seiner Gruppe sind Immunpathogenese, Diagnostik und neue Therapieansätze für Patient*innen mit Multiple Sklerose, Neuromyelitis optica und MOGAD (Myelin-Oligodendrozyten-Glykoprotein-Antikörper-assoziierte Erkrankung).
Heinz Wiendl
Institution
Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg, Deutschland
Kurzbiografie
Heinz Wiendl studierte Medizin in Deutschland, der Schweiz und den USA und schloss sein Studium im Jahr 1996 ab. Nach Tätigkeiten als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Neuroanatomie in Nürnberg, am Max-Planck-Institut für Neurobiologie und an der Klinik für Neurologie in Tübingen wurde er im Jahr 2005 Leiter der Klinischen Forschungsgruppe für Multiple Sklerose (MS) in Würzburg. Zudem fungierte er als stellvertretender Direktor der Klinik für Neurologie. 2010 wurde er als Direktor der Klinik für Neurologie – Entzündliche Erkrankungen des Nervensystems und Neuroonkologie an das Universitätsklinikum Münster berufen. Von Mai 2013 bis September 2024 war er Direktor der Klinik für Neurologie in Münster, mit der das 2018 gegründete Institut für Translationale Neurologie verbunden ist. Seit Oktober 2024 ist er Direktor der Klinik für Neurologie und Neurophysiologie in Freiburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind entzündliche Neurodegeneration und Immunregulation und -schutz sowie die Überwachung von MS und deren Therapie.
Seine Leistungen wurden mit zwei Sobek-Preisen der Deutschen Multiple-Sklerose-Gesellschaft (DMSG) (2004; 2015) gewürdigt. 2017 wurde er zum Honorarprofessor an der Sydney Medical School ernannt und 2020 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Medizinischen Fakultät von Masshad/Iran.
Heinz Wiendl ist Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher und akademischer Beiräte und Expertengremien. Er ist Mitglied der Redaktion internationaler wissenschaftlicher Fachzeitschriften in den Bereichen Neurologie, Neurowissenschaften und Immunologie. Außerdem ist er Mitglied in Vorständen von Gesellschaften, Stiftungen und Projektträgern. Heinz Wiendl ist Präsident der International Society of Neuroimmunology (ISNI) und Sprecher des krankheitsbezogenen Kompetenznetzwerks Multiple Sklerose (KKNMS). Er ist außerdem Gründer und wissenschaftlicher Leiter des renommierten „Body and Brain Institute” in Münster, das vom Bundesministerium gefördert wird.